David Hume
(teilweise zitiert vom 1998 Grolier Multimedia
Encyclopedia: David Hume, geboren am 7. Mai 1711, gestorben am 25. August 1776, war ein
schottischer empirischer Philosoph und Geschichtsforscher. Im Alter von 12 Jahren
bezog er die Universität von Edinburgh wo er nach den Wünschen seiner Familie die
Rechtswissenschaften studieren sollte. Er fand jedoch keinen Geschmack dafür und
noch weniger für das Handelsstudium (Volkswirtschaftslehre) das er für kurze Zeit nach
seinem Abschied von der Universität versuchte.
1734 entschloß sich Hume sein Leben dem Studium zu widmen und ging nach Frankreich wo er A
Treatise of Human Nature [Eine Abhandlung Über die Menschliche Natur] (1739-40)
schrieb. Er enttäuscht über die leidliche Beachtung die sein Werk erhielt, aber
seine Essays Moral and Political [Aufsätze über Moral und Politik]
(1741-42) erlangten größeren Anklang und Erfolg. 1744 versuchte er einen Lehrstuhl
in Edinburgh zu erhalten aber seine Ansichten bezüglich Religion wurden von den
calvinistischen Amtsgewalt als zu skeptisch erachtet. Seine philosophischen
Aufsätze Philosophical Essays Concerning Human Understanding [Philosophische
Abhandlungen Betreffs des Menschlichen Verstehens] (1748) und An Inquiry Concerning
the Principles of Morals [Eine Untersuchung Betreffs der Moralischen Grundregeln]
(1751) waren Versuche die Hauptgrundregeln seiner früheren Abhandlungen in eine
populärere Form abzuwandeln. 1752 wurde Hume Bibliotheksdirektor der Advokaten
Bibliothek in Edinburgh was er als Gelegenheit wahrnahm um seine sechsbändige History
of England [Geschichte von England] (1754-61) zu verfassen. Dieses Werk
erschien in mehreren Ausgaben und wurde zu einem Wertmaßstab. Obwohl Hume in
Frankreich lebte wo er der Liebling der pariser Gesellschaft war und in London, so
verbrachte er doch die meiste Zeit seines Lebens in Edinburgh lesend, schreibend und
edierend. Er starb dort nach einer schleppenden Krankheit während der er dem Tod
mit Ruhe und sogar Humor entgegensah. Sein Dialogues Concerning Natural Religion
[Dialog Betreffs der Naturreligion] (1779), eine Kritik der vernunftmäßigen
Beweisführung für die Existenz Gottes, wurde postum veröffentlicht um weitere
Meinungsstreite mit dem Staatskirchentum zu vermeiden. Während seiner Lebzeiten
erfreute er sich eines weiten Rufes als Essayist, Volkswirtschaftler, Historiker und
Literat. Heute ist er hauptsächlich für seine philosophischen Schriften bekannt
die weit studiert werden, besonders in Großbritannien und den Vereinigten Staaten.
Von Wundern:
...wir können schließen, daß die christliche Religion nicht nur von Wundern besucht
wurde aber daß sie bis heute nicht ohne ein Wunder für eine vernünftige Person
glaubwürdig ist. Bloße Vernunft ist unzulänglich uns von ihrer Wahrhaftigkeit zu
überzeugen. Und wer immer vom Glauben bewegt ist ihr beizupflichten ist sich eines
innerlichen andauernden Wunders bewußt das alle Grundregeln seines eigenen Verstehens auf
den Kopf stellt und es ihm ermöglicht zu beschließen das zu glauben was im direkten
Gegensatz zu seinen Gewohnheiten und Erfahrungen steht.
Göttlichkeit und Schul-Metaphysik:
...Wenn wir ein Buch zur Hand nehmen, zum Beispiel eines über Göttlichkeit und
Schul-Metaphysik, laßt uns fragen: Enthält es reine Gedankengänge betreffs Mengen
und Zahlen? Nein. Enthält es Gedankengänge über Experimente betreffs
Tatsachen und Existenz? Nein. Vertrauen wir es dann den Flammen an, denn
es kann nichts anderes entahlten als Trugschlüsse und Illusionen.